Einfamilienhaus in Ziegelbauweise: Keller oder Bodenplatte, Mauerwerk und Decke vom Baumeister

Betonieren der Bodenplatte in der Baugrube: Rohbau für ein Einfamilienhaus in Ziegelbauweise im Waldviertel

Wer im Waldviertel ein Einfamilienhaus in Ziegelbauweise plant, trifft die wichtigsten Entscheidungen, lange bevor der erste Ziegel versetzt wird: Keller oder Bodenplatte, welche Wandstärke, welche Decke. Dieser Ratgeber zeigt, wie der Rohbau vom Baumeister abläuft, vom Aushub über das Mauerwerk bis zur Dachgleiche, und warum es Ihnen Zeit und Abstimmung erspart, wenn Hochbau, Tiefbau, Zimmerei und Dachdeckerei in einer Hand liegen. Die Franz Schütz GesmbH aus Weißenkirchen in der Wachau errichtet Einfamilienhäuser im Waldviertel, rund um Krems und bis Zwettl und Melk.

Einfamilienhaus in Ziegelbauweise im Waldviertel: was zum Rohbau gehört

Der Rohbau ist das Gerüst Ihres Hauses: Fundament oder Keller, tragende und nichttragende Wände, Decken, Rauchfang und schließlich der Dachstuhl mit der Eindeckung. Erst danach folgen Fenster, Installationen, Innenputz und Estrich. Der Ziegel ist in Österreich eine der verbreitetsten Wandbauweisen für Einfamilienhäuser, und viele Bauherren im Waldviertel kennen ihn aus dem eigenen Elternhaus.

Für Sie als Bauherr zählt beim Rohbau vor allem eines: dass die Schnittstellen sauber sind. Wo der Tiefbau aufhört und der Hochbau beginnt, wo die Mauerkrone den Dachstuhl aufnimmt, wo der Rauchfang durch die Eindeckung geht: An genau diesen Stellen entstehen auf Baustellen die meisten Rückfragen, Wartezeiten und Nacharbeiten. In Niederösterreich braucht ein bewilligungspflichtiges Bauvorhaben außerdem einen Bauführer. Bei einem Einfamilienhaus übernimmt diese Rolle in der Regel der Baumeister, der den Rohbau ausführt.

Keller oder Bodenplatte: die erste große Entscheidung

Ob Ihr Haus einen Keller bekommt, hängt von drei Dingen ab: vom Grundstück, vom Platzbedarf und vom Budget. Ein Keller schafft Raum für Haustechnik, Lager und Werkstatt. Er verlangt aber einen tieferen Aushub, eine sorgfältige Abdichtung gegen Bodenfeuchte und je nach Grundwasserstand eine wasserundurchlässige Ausführung aus Beton, die sogenannte weiße Wanne.

Bei einem Haus ohne Keller trägt eine Bodenplatte aus Stahlbeton das Gebäude. Sie liegt auf einem verdichteten Unterbau, wird gegen Feuchte abgedichtet und braucht am Rand eine frostfreie Gründung, etwa über Streifenfundamente oder eine Frostschürze. Die Haustechnik wandert dann in einen Technikraum im Erdgeschoß, und dafür muss im Grundriss Platz eingeplant sein.

Im Waldviertel spielt der Untergrund eine besondere Rolle. Granit und Gneis stehen mancherorts knapp unter der Oberfläche an, anderswo liegen lehmige Böden. Felsiger Untergrund macht einen Keller aufwendiger, lehmiger Boden verlangt besondere Sorgfalt bei Abdichtung und Drainage. Ein Bodengutachten oder zumindest ein Probeschurf vor der Planung klärt, womit Sie rechnen müssen, und verhindert Überraschungen beim Aushub.

Tiefbau zuerst: Aushub, Fundament und Hausanschluss

Bevor gemauert wird, ist der Tiefbau dran: Humus abtragen und seitlich lagern, Baugrube ausheben, Fundamente oder Kellersohle betonieren. Gleichzeitig kommen die Leitungen in den Boden, die später unsichtbar sind und trotzdem funktionieren müssen: Kanalanschluss, Wasser und Strom, Erdung und Leerrohre, etwa für einen späteren Glasfaseranschluss.

Auch die Ableitung des Regenwassers gehört früh in die Planung. Ob die Dachwässer in den Kanal dürfen oder auf dem Grundstück versickern müssen, regelt die Gemeinde. Müssen sie versickern, braucht es eine Sickeranlage, deren Lage schon beim Aushub feststehen sollte, damit Leitungen nicht zweimal verlegt werden.

Bei der Franz Schütz GesmbH sind Tiefbau und Hochbau ein Betrieb. Die Mannschaft, die die Bodenplatte betoniert, kennt die Lage der Anschlüsse, und der Polier im Hochbau muss nicht erst bei einer anderen Firma nachfragen, wo der Kanal aus dem Haus geht. Einen Überblick über diese Leistungen finden Sie auf der Seite Bau: Hochbau und Tiefbau.

Ziegelmauerwerk: Planziegel, Wandstärke und Fugen

Außenwände werden heute meist aus großformatigen Hochlochziegeln errichtet. Bei Planziegeln sind Ober- und Unterseite plangeschliffen. Sie werden mit Dünnbettmörtel oder Mauerwerkskleber versetzt, die Lagerfuge ist nur wenige Millimeter stark. Das geht schneller als das klassische Mauern mit Normalmörtel und dicker Fuge und ergibt eine gleichmäßige, ebene Wand. Die Stoßfugen sind bei vielen Systemen mit Nut und Feder verzahnt und bleiben unvermörtelt.

Bei der Wandstärke gibt es zwei grundsätzliche Wege. Entweder eine schlankere Ziegelwand, häufig 25 cm, mit einer außen aufgebrachten Wärmedämmung. Oder eine dickere Ziegelwand, häufig 38 bis 50 cm, deren Lochbild oder Dämmfüllung den Wärmeschutz weitgehend selbst übernimmt und ohne zusätzliche Dämmschicht auskommt. Man spricht dann von monolithischem Mauerwerk. Beide Varianten müssen die Anforderungen an den Wärmeschutz erfüllen, die in Niederösterreich über die Bauordnung und die OIB-Richtlinie 6 gelten. Welche Variante zu Ihrem Haus passt, hängt von Grundriss, Fensteranteil, Grundstücksbreite und Ihren Vorstellungen von der Fassade ab.

Innenwände sind schlanker: Tragende Innenwände liegen meist zwischen 17 und 25 cm, Zwischenwände bei 10 bis 12 cm. Wichtig ist, dass Schlitze und Durchbrüche für Elektro- und Sanitärleitungen früh geplant werden. Nachträglich gefräste Schlitze in tragenden Wänden sind nur begrenzt zulässig und kosten auf der Baustelle Zeit.

Stürze, Decke und Rauchfang

Über jeder Fenster- und Türöffnung braucht das Mauerwerk einen Sturz, der die Last darüber abträgt. Üblich sind vorgefertigte Ziegelstürze, die mit dem Mauerwerk einen einheitlichen Putzgrund ergeben. Bei großen Öffnungen, etwa einer breiten Verglasung zur Terrasse, bemisst der Statiker einen Stahlbetonsturz oder einen Unterzug.

Für die Decke über dem Erdgeschoß gibt es im Einfamilienhaus vor allem zwei Lösungen. Bei der Ziegel-Fertigteildecke werden Gitterträger und Deckenziegel verlegt und anschließend mit Aufbeton vergossen. Die Stahlbetondecke entsteht entweder als Ortbeton auf einer Schalung oder als Elementdecke aus vorgefertigten Platten, die vor Ort ergänzt werden. Die Wahl hängt von Spannweite, Grundriss und Bauablauf ab: Eine Elementdecke spart Schalungsarbeit auf der Baustelle, eine Ziegeldecke passt gut zum Ziegelmauerwerk darunter.

Der Rauchfang wird im Rohbau mitgeführt, heute meist als System-Rauchfang aus Fertigteilen mit Innenrohr und Dämmung. Ob Sie einen Kaminofen, einen Kachelofen oder später eine andere Feuerstätte anschließen möchten, sollte vor dem Versetzen feststehen, denn Querschnitt und Anschlusshöhe lassen sich danach kaum noch ändern. Über dem Dach übernehmen Dachdecker und Spengler den dichten Anschluss an die Eindeckung.

Dachgleiche: wo Hochbau, Zimmerei und Dachdeckerei ineinandergreifen

Mit der obersten Decke oder dem Ringbalken auf der Mauerkrone ist der Mauerwerksbau abgeschlossen. Jetzt kommt der Dachstuhl, und damit der Moment, an dem auf vielen Baustellen die Firma wechselt. Der Zimmerer braucht exakte Maße der Mauerkrone, die Lage der Fußpfetten und der Verankerungen. Der Dachdecker braucht einen Dachstuhl, auf dem Lattung und Eindeckung sauber liegen.

Steht der Dachstuhl, feiert man in Österreich traditionell die Dachgleiche. Bei der Franz Schütz GesmbH stellt die eigene Zimmerei den Dachstuhl auf, und die eigene Dachdeckerei deckt das Dach ein. Welche Dachstuhlkonstruktion zu welchem Haus passt, lesen Sie im Ratgeber Dachstuhl vom Zimmerer.

Der Vorteil zeigt sich im Ablauf: keine Wartezeit zwischen zwei Firmen, keine Diskussion darüber, wer für den Anschluss zwischen Mauerkrone und Dach zuständig ist, und ein Ansprechpartner für Hochbau, Tiefbau, Zimmerei und Dachdeckerei. Im Waldviertel findet man dieses Bündel aus einer Hand nur bei wenigen Betrieben. Wie die Gewerke im Detail zusammenarbeiten, beschreibt der Beitrag Baumeister, Zimmerei und Dachdeckerei aus einer Hand.

So starten Sie Ihr Einfamilienhaus mit dem Baumeister

  • Grundstück prüfen: Bebauungsplan, Bebauungsdichte, Baufluchtlinien und vorhandene Anschlüsse klären, bevor Sie sich auf einen Entwurf festlegen.
  • Einreichplanung: Die Pläne für die Baubewilligung entstehen mit einem Planer oder dem Baumeister und werden bei der Gemeinde eingereicht.
  • Statik und Ausführungsplanung: Wandstärken, Decken, Stürze und Fundamente werden berechnet und für die Baustelle aufbereitet.
  • Angebot und Bauzeitplan: Mit vollständigen Plänen lässt sich der Rohbau genau kalkulieren, samt Abgrenzung zu Ihren Eigenleistungen.
  • Baubeginn: Nach Bewilligung und Baubeginnsanzeige startet der Tiefbau.

Je früher der Baumeister eingebunden ist, desto weniger muss später umgeplant werden. Gerade Entscheidungen wie Keller, Wandaufbau und Rauchfang wirken sich auf Kosten und Bauzeit aus und lassen sich am Plan leichter ändern als auf der Baustelle. Ihr Vorhaben können Sie direkt über die Seite Projekt anfragen schildern.

Häufige Fragen zum Einfamilienhaus in Ziegelbauweise

Wie lange dauert der Rohbau eines Einfamilienhauses?

Das hängt von Größe, Keller, Witterung und Bauablauf ab. Ein Haus mit Keller braucht im Tiefbau deutlich länger als eines auf Bodenplatte. Einen konkreten Bauzeitplan erhalten Sie gemeinsam mit dem Angebot, abgestimmt auf Ihre Pläne.

Kann im Winter gemauert werden?

Nur eingeschränkt. Mörtel und Kleber haben vom Hersteller vorgegebene Mindesttemperaturen, und frisches Mauerwerk muss vor Frost geschützt werden. Deshalb wird der Rohbau meist so geplant, dass das Haus vor dem Winter unter Dach ist und in den Monaten von Dezember bis Jänner innen weitergearbeitet werden kann.

Braucht der Keller eine Abdichtung, auch wenn kein Grundwasser da ist?

Ja. Bodenfeuchte und Sickerwasser gibt es auf jedem Grundstück. Wie die Abdichtung ausgeführt wird, hängt vom Boden und vom Grundwasserstand ab; im Waldviertel mit seinen teils lehmigen Böden gehört eine funktionierende Drainage meist dazu.

Kann ich beim Rohbau selbst mithelfen?

Eigenleistung ist eher beim Innenausbau sinnvoll. Im Rohbau greifen Statik, Abdichtung und die Schnittstellen zu Dachstuhl und Eindeckung ineinander, das gehört in die Hand des Fachbetriebs. Was Sie selbst übernehmen, wird im Angebot klar abgegrenzt.

Fazit: ein Rohbau ohne Gewerkewechsel

Ein Einfamilienhaus in Ziegelbauweise steht und fällt mit den Entscheidungen am Anfang: Keller oder Bodenplatte, Wandaufbau, Decke und Rauchfang. Wer diese Punkte früh mit dem Baumeister klärt, spart sich Umplanungen auf der Baustelle. Die Franz Schütz GesmbH führt im Waldviertel, in der Wachau und rund um Krems den gesamten Rohbau aus, vom Aushub über das Ziegelmauerwerk bis zum dichten Dach, mit eigener Zimmerei und Dachdeckerei. Schildern Sie uns Ihr Vorhaben, und wir sagen Ihnen, wie Ihr Haus vom Plan zur Dachgleiche kommt.